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Badische Nachrichten zum Thema Cocktailkultur

Sonntag, 09.Mai.2010, 28. Ausgabe

Vorbereitung einer Cocktailparty

Da für mich in nächster Zeit auch wieder eine Feier ansteht, die ich aber nie im Leben Cocktailparty nennen würde, war meine Idee eine Art Checkliste mit euch durch zu gehen. Cocktailparty ist in meinen Augen ein verdammt hässliches Wort. Party hat diesen jugendlichen (13-19 Jahre) Saufgelage Beiklang. Ich lade demnach immer “nur” zu Cocktails ein.

Was brauche ich:

  • Lange im Vorraus:
    • Gläser (am Besten, für jeden Gast ein Glas jeder Sorte, falls alle auf einmal das gleiche trinken sollten)
    • Handwerkszeug (Shaker, Jigger, Strainer und alle anderern üblichen Verdächtigen in mehrfacher Ausführung)
    • Spirituosen (kann man lange im Vorraus anschaffen, da Alkohol zum Glück nicht schlecht wird)
    • Eine Bezugsquelle für gute Eiswürfel (kein Hohleis!) finden. Selber machen ist manchmal die einzige Alternative. Abklären ob es Transportboxen zum Ausleihen gibt und falls noch Eis benötigt werden sollte, wie es mit Nachschub aussieht
  • Ein Tag vorher:
    • Obst (Zitronen (= 6cl), Limetten (= 4cl), Orangen, Grapefruit, eine große reife Ananas, Äpfel (hab ich meist auch so zuhause))
    • Kräuter kaufen, oder im Garten die verfügbare Menge abchecken
    • Softdrinks (Soda aka Sprudel, Ginger Ale, Tonic Water (wenns sein muss auch Schweppes, aber dann beim Gin & Tonic immer ein bischen Zucker und Limettensaft dazu geben))
  • Ein paar Stunden vorher:
    • Zitrusfrüchte  schon im vorraus pressen (1l) und in gut gesäuberte Glasflaschen mit Schraubverschluss füllen
    • Kräuter schneiden, waschen und in Plastik Gefäße mit etwas Wasser geben
    • Eis einkaufen, ansonsten mehrere Wochen im Vorraus mit dem Einfrieren von Eiswürfeln beginnen
    • Gläser reinigen und auf Hochglanz bringen, Backboard planen (wo steht was)

Wie berechne ich die Menge?
Ich gehe bei Mädels von 3-4 Cocktails aus. Bei Jungs von 4-5 Drinks + die Gästeanzahl an Puffer. Für einen Cocktail verarbeite ich maximal 3cl Zitrussaft. Demnach benötige ich für eine Feier mit 30 Gästen circa 50 Zitronen und 50 Limetten. Da es keine Menü gibt, können die Drinks gegen Ende dem Stand der Limetten und Zitronen angepasst werden. Orangen kaufe ich meist 20, die sind aber nur für Wedges und Zesten, Saft kaufe ich als Direktsaft. Eine große Streitfrage unter allen Cocktailliebhabern. Allerdings bin ich mit der Qualität völlig zu Frieden und die Drinks leiden nicht darunter. Das PLV stimmt einfach bei Direktsaft aus dem Kühlregal. Direktsaft aus dem Standartsortiment ist meist mit viel Vitamin C als Anti-Oxidationsmittel versetzt. Das gibt dem ganzen einen etwas faderen Beigeschmack. Grapefruits sind sehr speziell. Davon kaufe ich 30, da der Saft aus dem Kühlregal mit dem Frischen nicht mithalten kann. Ananassaft besteht bei mir zur Hälfte aus Direktsaft aus dem Kühlregal und zur Hälfte aus frisch entsafteter Ananas. Ich hatte zum Teil Probleme, dass der Ananassaft aus dem Kühlregal zu süß war und die frisch gepressten Früchte zu teuer, deshalb diese Mischung. Kräuter kann ich zum größten Teil aus dem Garten beziehen. Nur bei Basilikum kaufe ich den Supermarkt leer.
Wenn dann alles beisammen ist, fängt der spaßige Teil an. Tonights gonna be a good good night!


2 Kommentare zu “Vorbereitung einer Cocktailparty”

  1. Oliver

    Gute Anleitung für einen Cocktailabend, danke! Eine Frage: Wieviel cl Limetten- bzw Zitronensaft holst Du aus einer Frucht raus und wie presst Du die?

  2. Jigger

    Wieviel hatte ich oben beschrieben: Zitronen (= 6cl), Limetten (= 4cl)

    Ich presse mit einer elektrischen Saftpresse. Sonst frisch mit einer Handpresse.

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